Wie wird arbeitsteilige Teamarbeit in MAXQDA realisiert?

Eine Einführung in Organisation und Umsetzung in sieben Phasen

Arbeiten im Team gehört zu den Themen, nach denen in Workshops und Beratungen sehr häufig gefragt wird. Das ist aufgrund seiner Vielschichtigkeit nicht verwunderlich, denn bei der gemeinsamen Analyse qualitativer Daten müssen methodische, praktisch-organisatorische und software-technische Aspekte in integraler Weise berücksichtigt werden. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit diesem Thema und allen Aspekten findet sich im gleichnamigen, neuen MAXQDA Guide, der zur Vertiefung dieses Beitrags zu empfehlen ist.

Im Team arbeiten mit MAXQDA

In diesem Artikel erhalten Sie einen ersten Einblick in den Themenkomplex. Zunächst wird ein Überblick über die MAXQDA-Funktionen fürs Teamwork gegeben (1.). Anschließend wird ein Workflow in sieben Phasen vorgestellt, der es nicht nur erlaubt, qualitative Forschung als Team, sondern auch in Arbeitsteilung zu planen und in MAXQDA umzusetzen (2.).

1. Überblick über MAXQDA-Funktionen zur Teamarbeit

Neben den vielen MAXQDA-Funktionen, die auch für die Teamarbeit, etwa die Teamkommunikation verwendet werden können, bietet MAXQDA mehrere speziell aufs Teamwork ausgelegte Funktionen. Zum Beispiel, um ein paralleles Arbeiten mehrerer Teammitglieder zu ermöglichen:

  • Namen für Benutzer*innen: können im Startdialog von MAXQDA eingetragen werden und machen in Übersichtstabellen über Analyseelemente wie Codes und Memos transparent, wer wann was erzeugt oder editiert hat.
  • Projekte zusammenführen: Diese Funktion im Menü Start erlaubt es mehrere Projektdateien, die unterschiedliche Dokumente beinhalten, zu einem großen Projekt mit allen Dokumenten zusammenzuführen. Dabei werden auch alle anderen Analyseelemente wie Codes, codierte Segmente und Memos übertragen.
  • Teamwork-Export und -Import: Diese Funktionen unter Teamwork im Menü Start ermöglichen die parallele Arbeit mehrerer Teammitglieder am Projekt. Dabei arbeiten alle Teammitglieder mit einer Kopie des Ausgangsprojektes und erzeugen dadurch ihre eigene Parallelversion des Projektes. Über die Teamworkfunktion können alle dabei erzeugten Analyseelemente im Kontext von Dokumenten, zum Beispiel Codes, codierte Segmente und Paraphrasen über eine Exchange-Datei ex- und importiert werden, um eine neue Ausgangsdatei mit allen Arbeiten der Teammitglieder zu erzeugen.

Wichtige Teamworkfunktionen im Menü „Start” aufrufen („Projekte zusammenführen“, „Teamwork Export/Import“ und „Benutzerverwaltung“)Abb. 1: Wichtige Teamworkfunktionen im Menü „Start” aufrufen („Projekte zusammenführen“, „Teamwork Export/Import“ und „Benutzerverwaltung“)

  • Benutzerverwaltung: Diese Funktion unter Teamwork im Menü Start erlaubt es festzulegen, welche Teammitglieder welche Befugnisse in der Projektdatei haben. Die Benutzer*innen können Gruppen mit unterschiedlichen Rechten zugeordnet werden.
  • Intercoder-Übereinstimmung: Diese Funktion im Menü Analyse vergleicht zwei Varianten der Codierung eines oder mehrerer Dokumente, um den Übereinstimmungsgrad der beiden Codierungen zu berechnen und diskussionswürdige Unterschiede zu analysieren. Zu Beginn des Projektes hilft sie, das Codesystem, die Codedefinitionen und allgemeine Codierregeln zu testen und diskursiv weiterzuentwickeln. Im Übergang von der Codierung der Daten zur Analyse codierter Segmente kann sie zur Qualitätskontrolle verwendet werden, um den Übereistimmungsgrad prozentual oder als Kappa-Koeffizient (Brennan & Prediger, 1981; Cohen, 1960) unter dem Gütekriterium der Intercoder- bzw. Interrater-Reliabilität zu berichten.

2. Teamarbeit in sieben Phasen:

Im Folgenden werden diese und weitere Funktionen eingebettet in einem typischen Workflow vorgestellt, der als Basis für eigene, projektspezifische Ablaufpläne genutzt werden kann:

Übersichtsgrafik, Teamarbeit in sieben PhasenAbb. 2: Übersichtsgrafik, Teamarbeit in sieben Phasen

Phase 1: Projektdatei vorbereiten und Arbeitsregeln aufstellen

In dieser Phase wird zunächst auf software-technischer und praktisch-organisatorischer Ebene ein gemeinsamer Ausgangspunkt für die kooperative Arbeit geschaffen, indem ein MAXQDA-Projekt mit allen Dokumenten und Hintergrundinformationen angelegt wird und die Regeln der Zusammenarbeit und Kommunikation festgelegt werden.

Zunächst wird eine für die Dateiverwaltung verantwortliche Person benannt, die anschließend die erste Projektdatei erzeugt, die Dokumente importiert, diese ggf. in Dokumentgruppen (Symbolleiste der Liste der Dokumente > Neue Dokumentgruppe) und Dokumentsets organisiert sowie Hintergrundinformationen als Variablen (Menü Variablen) und Memos (Liste der Dokumente > Rechtsklick auf Dokument > Memo) hinterlegt. Allgemeine Regeln der Zusammenarbeit, beispielsweise über den Speicherort und die Dateibezeichnungen von Sicherungskopien, werden diskutiert und in freien Memos (Memos > Neues freies Memo), dem Logbuch oder eigenen Dokumenten festgehalten (Abb. 3).

Arbeitsregeln in einem Dokument direkt im MAXQDA-ProjektAbb. 3: Arbeitsregeln in einem Dokument direkt im MAXQDA-Projekt

Auch die Zuständigkeiten der Teammitglieder und die konkrete Form der Arbeitsteilung im Projekt (Wer macht was?) werden diskutiert und festgehalten. Arbeiten in einem Projekt beispielsweise Mitarbeiter*innen und Hilfskräfte zusammen, ist es wahrscheinlich, dass diese Gruppen unterschiedliche Zugriffsrechte auf Funktionen in MAXQDA haben sollen. Die Diskussion darüber kann direkt anhand der in der Benutzerverwaltung gelisteten Rechte geführt werden (Start > Teamwork > Benutzerverwaltung). Es sollte genau überlegt werden, wer zum Beispiel das Recht zum Löschen von Dokumenten, Gruppen und Codes bekommt.

Phase 2: Initiales Codesystem entwickeln und Codierregeln festlegen

In dieser Phase wird die erste, eventuell noch provisorische Version des Codesystems mit Codedefinitionen und den allgemeinen Codierregeln aufgestellt, die es später ermöglichen wird, die Daten auch arbeitsteilig zu codieren. Die Codes können vorab, beispielsweise aufgrund der Theorie oder Forschungsfragen festgelegt (deduktive Kategorienanwendung) oder aus dem Material heraus erzeugt werden (induktive Kategorienbildung).

Bei der deduktiven Herangehensweise werden die Codes im Team diskursiv festgelegt und direkt in MAXQDA erzeugt. Dabei werden die Definitionen per Code-Memo angefügt (auch nachträglich möglich: Liste der Codes > Rechtsklick auf Code > Memo). Um die Offenheit für das Neue und Unbekannte direkt einzuplanen, kann ein „Sonstiges“ Code ergänzt werden (Abb. 4).

Typisches initiales Codesystem (schematisch)Abb. 4: Typisches initiales Codesystem (schematisch)

Bei der induktiven Herangehensweise sichten die Teammitglieder unabhängig voneinander ein oder mehrere Dokumente und erzeugen dabei Codes für relevante Aspekte des Materials. Alternativ zum direkten Codieren kann es auch hilfreich sein, erst einmal nur zu paraphrasieren und dann auf Basis der Paraphasen das initiale Codesystem zu erzeugen (Analyse > Paraphrasieren). Die Codes können entweder direkt nach Aspekten und Unteraspekten hierarchisiert werden oder erst einmal auf der obersten Ebene gesammelt und später systematisiert und aggregiert werden, beispielsweise mit der Funktion Codes > Creative Coding. So weit wie möglich sollten auch Codedefinitionen in Code-Memos verfasst werden. Die unterschiedlichen Versionen der Codierung und des Codesystems werden in einer anschließenden Teamsitzung verglichen und zu einem System verschmolzen. Die Ergebnisse werden als Codes und Code-Memos festgehalten. Eventuell wird dieser Prozess zur Verbesserung des Systems noch einmal mit anderen Dokumenten wiederholt.

Neben den Codes werden auch allgemeine, zunächst noch provisorische Codierregeln aufgestellt und in einem freien Memo festgehalten. Typische Beispiele sind die kleinste und größte zu codierende Einheit sowie der Umgang mit Wiederholungen (Abb. 5). Außerdem werden die Memo-Typen definiert, um die unterschiedlichen Inhalte von Memos direkt am Symbol des Memos erkennen zu können (Memo-Fenster > Typ) (Abb. 5).

Freies Memo für „Allgemeine Codierregeln“; durch Klick auf das Zahnrad in einem beliebigen Memo können projektweit verschiedene Memo-Typen definiert werdenAbb. 5: Freies Memo für „Allgemeine Codierregeln“; durch Klick auf das Zahnrad in einem beliebigen Memo können projektweit verschiedene Memo-Typen definiert werden

Ebenso kann darüber nachgedacht werden, Farb-Codierungen und Gewichte codierter Segmente (Dokument-Browser > Rechtsklick auf einen Codierstreifen > Gewicht ändern) zu verwenden und je nach Anwendungsfall zu definieren (Abb. 6).

Farbcodes im Codesystem; ihr umbenannter Codename spiegelt die Bedeutung der Farben widerAbb. 6: Farbcodes im Codesystem; ihr umbenannter Codename spiegelt die Bedeutung der Farben wider

Phase 3: Codesystem und Codierregeln testen, anpassen und erweitern

In dieser Phase werden das Codesystem, die Definitionen und allgemeinen Codierregeln getestet und diskursiv weiterentwickelt. Wenn das initiale Codesystem induktiv und in mehreren Durchgängen entwickelt wurde, wurde es damit auch schon getestet, so dass diese Phase verkürzt werden kann.

Wenn die Zeit vorhanden ist, bietet es sich an, die Codes und Regeln zunächst gemeinsam und danach unabhängig voneinander zu testen. Im ersten Schritt wird mindestens ein Dokument gemeinsam codiert. Unsicherheiten und Meinungsverschiedenheiten werden unmittelbar zum Ausgangspunkt für Diskussionen, die zu einer Verbesserung der Codes, Definitionen und Regeln führen, die direkt in MAXQDA eingearbeitet werden. Anschließend sollte mindestens ein Dokument unabhängig voneinander von allen Teammitgliedern codiert werden, um die verschiedenen Versionen anschließend zu vergleichen. Ganz pragmatisch kann man hierzu mehrere Notebooks nebeneinanderstellen, Ausdrucke des codierten Dokuments nebeneinanderlegen (Dokument-Browser > Angezeigtes Dokument exportieren > Exportieren als PDF-Dokument > Codierungen visualisieren) oder die Codezuordnungen direkt auf Ausdrucken des Dokuments vornehmen. Alternativ kann der Vergleich auf systematische Weise mit der MAXQDA-Funktion zur Intercoder-Übereinstimmung kontrolliert werden, die speziell für diesen Zweck konzipiert wurde (Analyse > Intercoder-Übereinstimmung). Es können mehrere Durchläufe der Optimierung nötig sein, bis ein gemeinsames Verständnis herausgearbeitet wurde und die Mitglieder sicher in der Anwendung sind.

Phase 4: Daten arbeitsteilig codieren

In dieser Phase kann die Arbeitsteilung beginnen. Dafür bekommt jede Person eine Kopie der Projektdatei. Spätestens jetzt muss eine projektspezifische Entscheidung getroffen werden, wie die Arbeitsteilung gestaltet wird. Beispielsweise können die Codes oder die Dokumente auf die Teammitglieder verteilt werden. Je nachdem, ob die code- oder fallorientierte Perspektive im Projekt dominant ist, würde jedes Teammitglied entweder alle Dokumente mit einem Teil der Codes oder einen Teil der Dokumente mit allen Codes codieren.

Werden die Codes aufgeteilt, kann jede Person die von ihr nicht verwendeten Codes beispielsweise grau färben und ans Ende der Liste der Codes schieben. Die Farbe und Reihenfolge der Codes werden beim Kopieren in das Masterprojekt (Phase 5) ignoriert, so dass diese Änderungen keine weiteren Auswirkungen haben. Zudem können die Tools Codefavoriten und Tastenkürzel für Codes im Menü Codes für einen schnellen Zugriff genutzt werden.

Werden die Dokumente aufgeteilt, können Dokumentfarben verwendet werden, um die Dokumente den Teammitgliedern zuzuweisen. Zudem kann jede Person, die von ihr zu codierenden Dokumente an den Anfang der „Liste der Dokumente“ ziehen (Abb. 7).

Uncodierte Dokumente in der „Liste der Dokumente“; Farben dienen der Zuordnung zu den TeammitgliedernAbb. 7: Uncodierte Dokumente in der „Liste der Dokumente“; Farben dienen der Zuordnung zu den Teammitgliedern

In Phase 2 (und den Abb. 4-6) wurden bereits Möglichkeiten vorgeschlagen, wie Unklarheiten und neu auftauchende Aspekte festgehalten und kommuniziert werden können. So können unklare Segmente mit einem anderen Gewicht, mit einer Farb-Codierung oder einem In-Dokument-Memo (z.B. mit ?-Symbol) versehen und über die Tabelle „Codierte Segmente“ (Doppelklick auf einen Code), eine einfache Segment-Suche (Aktivieren von Dokumenten und Codes) bzw. den Memo-Manager (Memos > Alle Memos) gefunden werden. Neu auftauchende Aspekte, die weniger relevant erscheinen, können mit einem „Sonstiges“-Code versehen und per Kommentar oder In-Dokument-Memo erklärt werden. Für besonders relevant erscheinende Aspekte kann direkt ein Subcode unter „Sonstiges“ erzeugt werden. Je nach Dringlichkeit sollten solche neuen Aspekte und Codes unmittelbar oder in festgelegten Abständen im Team kommuniziert werden. Dies gilt auch für Änderungsvorschläge bezüglich bereits existierender Codes und Definitionen.

Phase 5: Codierungen in Masterprojekt übertragen

In dieser Phase werden die Ergebnisse des arbeitsteiligen Codierprozesses ausgetauscht, um eine Projektdatei für die weitere Analyse zu schaffen, in der alle Codierungen enthalten sind.

Dazu führt jede Person einen Export ihrer Arbeit durch (Start > Teamwork > Teamwork Export). Die beim Export von MAXQDA erzeugte Exchange-Datei (MEX-Datei) wird der für die Dateiverwaltung verantwortlichen Person per Mail, USB-Stick, Netzlaufwerk oder Cloud zur Verfügung gestellt. Die verantwortliche Person öffnet das Masterprojekt von einem lokalen Laufwerk und importiert nach und nach die Exchange-Dateien der anderen Personen (Start > Teamwork > Teamwork Import). Dadurch werden die Analyseelemente rund um Dokumente ergänzt (Abb. 8).

„Liste der Dokumente“ im Masterprojekt vor Import (links) und nach Import einer MEX-Datei, in der die Codierungen für die türkisen Dokumente „B05“ bis „B07“ enthalten waren (rechts)Abb. 8: „Liste der Dokumente“ im Masterprojekt vor Import (links) und nach Import einer MEX-Datei, in der die Codierungen für die türkisen Dokumente „B05“ bis „B07“ enthalten waren (rechts)

Der Import besteht aus drei Dialogfenstern. Im ersten Schritt wird überprüft, ob die in der Exchange-Datei gefundenen Dokumente denen des Masterprojekts entsprechen. Im zweiten Schritt werden die Codes ausgewählt, die mit ihren Codierungen importiert werden sollen. Neue Codes werden dabei grün hervorgehoben. Im dritten Schritt werden alle in der Exchange-Datei gefundenen Analyseelemente wie z.B. codierte Segmente, Variablen, Memos etc. gelistet, um eine Auswahl zu treffen. In der Regel werden alle diese Elemente relevant sein und importiert.

Abb.9:   Optionen für den Import einer MEX-DateiAbb.9: Optionen für den Import einer MEX-Datei

Die verantwortliche Person sollte die Importvorgänge fortlaufend in einem freien Memo oder dem Logbuch protokollieren.

Phase 6: Qualität der Codierungen überprüfen

In dieser Phase kann die Qualität der Codierungen überprüft werden. Mit dem Code-Matrix-Browser (verfügbar im Menü Visual Tools) kann überprüft werden, welche Codes wie oft in welchen Dokumenten vergeben wurden und dadurch auch, ob in einem Dokument vergessen wurde, bestimmte Aspekte zu codieren. Mit dem Code-Relations-Browser (ebenfalls verfügbar im Menü Visual Tools) können Überschneidungen von Codes visualisiert und somit sich ausschließende Subcodes darauf überprüft werden, ob sie versehentlich am gleichen Segment vergeben wurden.

Für eine genaue Qualitätskontrolle gibt es das bereits in Phase 3 angesprochene Tool Intercoder-Übereinstimmung. Eine Auswahl der Dokumente kann von einer zweiten Person codiert werden, so dass zwei Versionen der Codierung vorliegen, die anschließend automatisiert verglichen werden. Dazu bekommen die Kontrollcodierer*innen eine Projektdatei mit der Dokumentauswahl, dem definierten Codesystem und ggf. vorab festgelegten, zu codierenden Segmenten. Anschließend wird die Projektdatei mit der primären Codierung geöffnet und mit der Projektdatei der Kontrollcodierung zusammengeführt (Start > Projekte zusammenführen). Anschließend kann die Intercoder-Übereinstimmung (Menü Analyse) gestartet werden, um die Übereinstimmung zu berechnen und Unterschiede zu betrachten.

Phase 7: Codierte Daten analysieren

In dieser Phase kann die arbeitsteilige Analyse codierter Daten bzw. Segmente beginnen. Zunächst wird in einer Teambesprechung gemeinsam ein Analyseplan entwickelt.

Es ist beispielsweise möglich, dass sich eine Person um die Auswertung der ersten Forschungsfrage und den dazugehörigen Themen der Codes A und B kümmert, während die zweite Person die Codes C und D auswertet. Außerdem ist die Aufgabenzuteilung nach Funktionsbereichen in MAXQDA möglich: Während ein Teammitglied Concept-Maps mit MAXMaps (verfügbar im Menü Visual Tools) erstellt, kann eine andere Person bereits Summarys für einzelne Themen pro Fall im Summary-Grid (verfügbar im Menü Analyse) verfassen. Die einzelnen Analyseergebnisse und daraus entstandenen Texte können in Teamsitzungen vorgestellt, besprochen und diskutiert werden. Die Ergebnisse können von der Person, die für die Dateiverwaltung zuständig ist, als eigene Dokumente in das Masterprojekt integriert werden. Entstandene Analyseelemente können mithilfe der Funktionen Start > Teamwork Export/Import übertragen werden.

Weitere Hinweise & Checkliste

In diesem Guide werden die Phasen nicht nur mit vertiefenden Erklärungen, wichtigen Hinweisen und weiteren Tipps sowie Tools vorgestellt, sondern auch zwei zusätzliche Themen behandelt:

  1. Das Phasenmodell geht didaktisch simplifiziert von einer Codierung in nur einem Durchgang aus. Ein Zusatzabschnitt behandelt die minimalen Anpassungen des Phasen-Modells für eine Codierung in mehreren Durchläufen.
  2. Ein Kapitel widmet sich häufig gestellten Fragen zur Dateiverwaltung: Wie werden Kopien der Projektdatei erzeugt? Wie werden sie übersichtlich auf der Festplatte verwaltet? Und wie werden sie anderen Teammitgliedern bereitgestellt?

Außerdem beinhaltet der Guide eine Checkliste, in der die ToDos und Entscheidungen für jede Phase dargestellt werden.

Im Team arbeiten mit MAXQDA

References

Morgenstern-Einenkel, Andre & Rädiker, Stefan (2021). Im Team arbeiten mit MAXQDA: Organisation, Arbeitsteilung und Umsetzung in sieben Phasen. Berlin: MAXQDA Press.

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Über den Autor

Andre Morgenstern-EinenkelAndre Morgenstern-Einenkel (Dipl.-Sozialwiss.) ist selbstständiger Berater und Dozent für qualitative Forschungsmethoden sowie Auftragsforscher. Er schult MAXQDA in den offiziellen VERBI-Workshops und -Webinaren, auf Einladung von Instituten und Projekten, in Einzelberatungen sowie in eigenen, offenen Online-Lehrveranstaltungen. Ein dabei wiederkehrendes Thema sind TeamWorkFlow-Beratungen für qualitative Forschungsprojekte.

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