Über Codes und das Codieren in MAX­QDA

Eine der Kernfunktionen von MAXQDA ist das Codieren von Teilen (Segmenten) eines Dokuments. Unter Codieren versteht man dabei die Zuordnung von einem oder mehreren Codes zu einem solchen Segment, welches zuvor im „Dokument-Browser“ mit der Maus markiert wird. Durch dieses Codieren wird bspw. eine systematische Inhaltsanalyse ermöglicht.

Was ist unter einem „Code“ zu verstehen? Aus Bibliotheken kannte man früher den Schlagwortkatalog und sozialwissenschaftlichen Forscherinnen und Forschern ist der Begriff „Kategorie“ nicht zuletzt aus der Grounded Theory und der Inhaltsanalyse wohl vertraut. Weitere Synonyme sind „Stichwort“ oder „Label“. Was sich hinter einem Code verbirgt, hängt von der Aufgabenstellung und der konkreten Situation ab. In jedem Fall ist ein Code ein Hilfsmittel, um Inhalte zu kennzeichnen, möglicherweise zu klassifizieren und so leichter wieder finden zu können. Codes schaffen Ordnung, das kann man sich am Beispiel des Schlagwortkatalogs verdeutlichen: Er hilft einem, das thematisch richtige Buch zu finden, gibt gleichzeitig auch einen Überblick, zu welchen Themen die Bibliothek viele oder wenige Bücher besitzt. Wie nützlich ein solcher Katalog ist, hängt natürlich von der Differenziertheit und Brauchbarkeit der gewählten Systematik und von der Güte der Verschlagwortung ab.

Technisch gesprochen ist ein Code in MAXQDA ein Text mit bis zu 63 Zeichen. Codes sind wie Karteikästen, die Karteikarten enthalten, auf denen Textpassagen, Bildteile oder Videosegmente aufgeklebt sind und auf denen oben eine Kategorienbezeichnung steht. Der Name eines Codes ähnelt also einem Label, das als Karteireiter fungiert. Dieses Label kann man problemlos ändern, ohne dass die Struktur des Karteikastens und der hinter den Karteireitern eingereihten Karteikarten dadurch tangiert würde.