Die Funktionen der komplexen Coding-Suche

Überschneidung („small picture“)

Definition: Suche nach Segmenten, bei denen alle in „A“ gelisteten Codes vergeben wurden. Es wird nur die Schnittmenge ausgegeben, in der alle Codes vorhanden sind.

So wird’s gemacht:

Gewünschte Dokumente bzw. Dokumentgruppen aktivieren. Gewünschte Codes in der „Liste der Codes“ aktivieren und anschließend auf Alle aktivierte im Fenster A klicken.

Achtung: Es müssen alle ausgewählten Codes (Fenster A) einem Segment zugeordnet sein, damit diese gelistet wird!

Wenn man Änderungen der Aktivierung in der „Liste der Dokumente“ vornimmt, wirken sich diese sofort auf das Ergebnis aus.

Bei dieser Funktion ist die Anwendung der Option Subcodes einbeziehen besonders häufig der Fall, denn dann werden alle Kombinationen von Subcodes auf Überschneidung getestet. Die Einstellung für die Einbeziehung der Subcodes lässt sich am einfachsten in der Statuszeile am unteren Bildschirmrand durch Klick auf das Symbol  vornehmen.

Beispiel:

Überschneidung (Set)

Definition: Suche nach Segmenten, bei denen mindestens X der in „A“ gelisteten Codes vergebenen wurden. Es wird nur die Schnittmenge ausgegeben.

So wird’s gemacht:

Gewünschte Dokumente bzw. Dokumentgruppen aktivieren. Gewünschte Codes in der „Liste der Codes“ aktivieren und anschließend auf Alle aktivierte im Fenster A klicken.

Gewünschten Wert für die Anzahl der Codes, die mindestens vorhanden sein sollen, in Fenster C einstellen.

Resultat:

Die Segmentüberschneidungen werden im Fenster „Liste der Codings“ ausgegeben.

Beispiel:

Wenn Code 1, 2, 3 und 4 in Fenster A ausgewählt sind und als Parameter eingestellt ist, dass sich mindestens drei Codes überschneiden sollen (Fenster C), dann werden die ersten beiden Überschneidungsbereiche in der folgenden Abbildung nicht gelistet, weil die Bedingung, dass drei der Codes vorhanden sein sollen, nicht erfüllt ist. Beim dritten Überschneidungsbereich ist dies der Fall und deshalb wird er im Fenster „Liste der Codings“ gelistet.

Die Ausgabe entspricht derjenigen, die man beim Kombinationsmodus „Überschneidung“ erhalten würde, besteht also nur aus dem inneren Überschneidungsbereich.


Überlappung („big picture“)

Definition: Suche nach Segmenten, bei denen alle in „A“ gelisteten Codes vergeben wurden. Es werden die äußersten Segmentgrenzen bei der Ausgabe verwendet.

So wird’s gemacht:

Gewünschte Dokumente bzw. Dokumentgruppen aktivieren. Gewünschte Codes in der „Liste der Codes“ aktivieren und anschließend auf Alle aktivierte im Fenster A klicken.

Achtung: Es müssen alle aktivierten Codes einem Segment zugeordnet sein, damit diese gelistet wird!

Die Funktion „Überlappung“ funktioniert im Prinzip genauso wie die Funktion „Überschneidung“, nur ist die Ausgabe im Fenster „Liste der Codings“ verschieden. Wie die Abbildung zeigt, wird bei der Funktion „Überlappung“ nicht der innere (eigentliche) Überschneidungsbereich ausgegeben, sondern ein Segment mit den maximalen äußeren Grenzen beider Segmente.

Ähnlich wie bei der Überschneidungsfunktion ist auch hier die Anwendung der Option Subcodes einbeziehen gebräuchlich. Dann werden alle Kombinationen von Subcodes auf Überlappung getestet.

Beispiel:

Nur ein Code allein

Definition: Suche nach Segmenten, bei denen nur einer der in „A“ gelisteten Code vergeben wurde (die anderen unter „A“ gelisteten Codes aber nicht).

Hinweis: Die Funktion ist mit Bedacht einzusetzen, denn unter Umständen ist die Ausgabe sehr umfangreich.

So wird’s gemacht:

Gewünschte Dokumente bzw. Dokumentgruppen aktivieren. Gewünschte Codes in der „Liste der Codes“ aktivieren und anschließend auf Alle aktivierte im Fenster A klicken.

Beispiel:

Werden die Codes 1 und 2 in die Auswahlliste in Fenster A übernommen, werden die ersten beiden Segmente gelistet, denn hier tritt Code 1 alleine (erstes Segment) und Code 2 ohne Code 1 auf (Seg­ment 2). Dass sich hier Code 2 und Code 3 überschneiden, spielt dabei keine Rolle. Das dritte Segment wird nicht gelistet, weil eine Überschnei­dung von Code 1 und Code 2 vorliegt.


Nur dieser Code allein

Definition: Suche nach Segmenten, bei denen der in „B“ gewählte Code vorhanden ist, aber kein einziger der Codes aus „A“.

Die Funktion ist sehr ähnlich wie die Funktion „Nur ein Code allein“ – allerdings arbeitet sie zielgerichteter nur für einen bestimmten selektierten Code. Durch Selektion im Fenster „B“ wird der Zielcode ausgewählt. Die anderen Codes werden wie üblich in Fenster „A“ ausgewählt.

So wird’s gemacht:

  1. Gewünschte Dokumente bzw. Dokumentgruppen aktivieren.
  2. Gewünschten Zielcode für Fenster B auswählen. Dazu muss er sich in der Quickliste befinden, falls nicht wird der Code zunächst in der „Liste der Codes“ angeklickt, was ihn in die Quickliste befördert.
  3. Gewünschte Codes für Fenster A in der „Liste der Codes“ aktivieren und anschließend auf Alle aktivierte im Fenster A klicken.

Beispiel:

Code 1 ist der ausgewählte Code. Code 2 und 3 sind die Fenster A Codes. Wenn diese gleichzeitig mit Code 1 erscheinen, wird das Segment von Code 1 nicht gelistet. Nur beim ersten Segment im nebenstehenden Beispiel ist die Bedingung Nur dieser Code allein erfüllt, bei den anderen Code 1 Segmenten gibt es Überschneidungen mit Code 3 bzw. mit Code 2. Deshalb werden diese Segmente von Code 1 nicht gelistet.


Wenn außerhalb

Definition: Suche nach Segmenten, bei denen sich einer der in „A“ gelisteten Codes vollständig außerhalb des in „B“ gewählten Codes befindet.

So wird’s gemacht:

  1. Gewünschte Dokumente bzw. Dokumentgruppen aktivieren.
  2. Gewünschte Codes für Fenster A in der „Liste der Codes“ aktivieren und anschließend auf Alle aktivierte im Fenster A klicken.
  3. Gewünschten Code für Fenster B auswählen. Dazu muss er sich in der Quickliste befinden, falls nicht wird der Code zunächst in der „Liste der Codes“ angeklickt, was ihn in die Quickliste befördert.

Beispiel:

Man interessiert sich für Textpassagen, in denen jemand äußert, was er für machbar hält, aber dies soll nicht im Kontext von Textpassagen über die eigenen Wünsche geschehen.

In der Abbildung tritt Code 1, der Fenster A Code, zweimal in Erscheinung. Beim ersten Mal überschneidet er sich mit Code 2, der als Fenster B Code gewählt wurde. Beim zweiten Mal überschneidet er sich zwar mit Code 3, aber dies ist nicht entscheidend, denn er befindet sich vollständig außerhalb von Code 2 und deshalb wird das Segment gelistet. Würde man Code 3 noch in die Liste aufnehmen würde auch dieses Segment nicht gelistet.


Wenn innerhalb

Definition: Suche nach Segmenten, bei denen sich einer der in „A“ gelisteten Codes vollständig innerhalb des in „B“ gewählten Codes befindet.

So wird’s gemacht:

  1. Gewünschte Dokumente bzw. Dokumentgruppen aktivieren.
  2. Gewünschten Code für Fenster A in der „Liste der Codes“ aktivieren und anschließend auf Alle aktivierte im Fenster A klicken.
  3. Gewünschten Code für Fenster B auswählen. Dazu muss er sich in der Quickliste befinden, falls nicht wird der Code zunächst in der „Liste der Codes“ angeklickt, was ihn in die Quickliste befördert.

Man kann bestimmen, was als Resultat dieser Funktion ausgegeben werden soll: die Segmente des Fenster A Codes, die sich wunschgemäß innerhalb des Zielcodes befinden, die Segmente des Fenster B Codes in solchen Fällen oder aber beide Arten von Resultat. Letzteres wird allerdings nur selten Sinn machen.

Beispiel:

Man interessiert sich für die Erfolgskriterien, die jemand geäußert hat, aber nur im Kontext von Textpassagen über die Machbarkeit.

In der Abbildung ist die Bedingung nur bei der ersten Überschneidung erfüllt. Diese wird also gefunden und gelistet. Anders sieht es in der Abbildung bei den folgenden Überschneidungen aus: Code 1 befindet sich jeweils nicht vollständig innerhalb von Code 2.


Gefolgt von

Definition: Suche nach Segmenten, bei denen einer der in „A“ gelisteten Codes vergeben wurde und denen der in „B“ gewählte Code im Abstand X folgt. (Bild- und PDF-Dokumente werden ignoriert.)

So wird’s gemacht:

  1. Gewünschte Dokumente bzw. Dokumentgruppen aktivieren.
  2. Gewünschten Code für Fenster A in der „Liste der Codes“ aktivieren und anschließend auf Alle aktivierte im Fenster A klicken. Dies ist der Code (bzw. die Codes), der vorangehen soll.
  3. Gewünschten Code für Fenster B (das ist der Folgecode, also der Code, der innerhalb eines vorgegebenen Abstands auf den Fenster A Code folgen soll) auswählen. Dazu muss er sich in der Quickliste befinden, falls nicht wird der Code zunächst in der „Liste der Codes“ angeklickt, was ihn in die Quickliste befördert.
  4. Eingabe einer maximal erlaubten Anzahl von Absätzen zwischen den Codes. Falls Null als Anzahl eingegeben wird, muss B im selben Absatz wie A beginnen.
  5. Wahl der gewünschten Ergebnisausgabe

Beispiel:

Hier soll innerhalb von maxi­mal 2 Absätzen Code 1 auf Code 2 folgen. Code 1 er­scheint dreimal in der Abbil­dung.

Aber nur beim drit­ten Vorkom­men ist die Be­dingung erfüllt, denn hier geht Code 2 unmittel­bar voran.

Nähe

Definition: Suche nach Segmenten, bei denen einer der in „A“ gelisteten Codes vergeben wurde und der in „B“ gewählte Code im Abstand X davor oder danach vorhanden ist. (Bild- und PDF-Dokumente werden ignoriert.)

Die Funktion „Nähe“ ähnelt der Funktion „Gefolgt von“. Es ist allerdings keine Reihenfolge (A vor B) vorgeschrieben.

Hinweis: Bild-Segmente werden grundsätzlich bei der Auswahl „Nähe“ ignoriert. In Tabellen-Dokumenten wird nur die vertikale Nähe innerhalb einer Spalte ausgewertet.

So wird’s gemacht:

  1. Gewünschte Dokumente bzw. Dokumentgruppen aktivieren.
  2. Gewünschten Code für Fenster A in der „Liste der Codes“ aktivieren und anschließend auf Alle aktivierte im Fenster A klicken. Dies ist der Code (bzw. die Codes), der vorangehen soll.
  3. Gewünschten Code für Fenster B (das ist der Folgecode, also der Code, der innerhalb einer vorzugebenden Anzahl von Absätzen auf den Fenster A Code folgen soll) auswählen. Dazu muss er sich in der Quickliste befinden, falls nicht wird der Code zunächst in der „Liste der Codes“ angeklickt, was ihn in die Quickliste befördert.
  4. Eingabe einer maximal erlaubten Anzahl von Absätzen zwischen den Codes. Falls Null als Anzahl eingegeben wird, muss B im selben Absatz wie A beginnen.
  5. Wahl der gewünschten Ergebnisausgabe

Beispiel:

Im Beispiel sollen sich Code 1 und Code 2 in Nähe zueinander befinden, da­bei soll der ma­ximale Ab­stand 2 Absätze betragen.

Nur beim zwei­ten und dritten Vor­kommen von Code 1 ist dies der Fall.

Deshalb wer­den diese Fund­stellen gelistet, vor­ausgesetzt als Ergebnisaus­gabe ist Code 1 gewählt.