Technische Informationen und Limits

Folgende tabellarische Übersicht informiert über importierbare Dateiformate sowie über einige technische Limits innerhalb von MAXQDA:

Importierbare Textformate: RTF/D, DOC/X, ODT, PDF, TXT, HTML
Importierbare Tabellenformate: XLS/X
Importierbare Bildformate: JPG, GIF, TIF, PNG
Importierbare Audioformate: Windows: MP3, WAV, WMA, AAC, M4A
Mac: MP3, WAV, AAC, CAF, M4A
Importierbare Videoformate: MP4, MOV, MPG, AVI, M4V, 3GP, 3GGP Windows: zusätzlich auch WMV empfohlener Codec: H.264/AVC
Twitterimport: maximal 10.000 Tweets pro Importvorgang
Twitteranalyse: keine festgelegte Beschränkung der Tweetanzahl
Anzahl der Projekte: keine festgelegte Beschränkung
Anzahl der Dokumentgruppen: keine festgelegte Beschränkung, mehr als 1.000 Gruppen sind nicht empfehlenswert
Anzahl der Dokumente: keine festgelegte Beschränkung, Aufgliederung in Dokumentgruppen mit jeweils max. 1.000 Dokumenten empfohlen
Anzahl der Codes: keine festgelegte Beschränkung
Anzahl der Codierungen: ab ca. 200.000 Codierungen kann die stabile Funktionsweise von MAXQDA nicht gewährleistet werden (bei weniger als 4 GB Arbeitsspeicher kann dieses Limit auch kleiner sein)
Ebenen im Codesystem: maximal 10
Hinweis: Wenn Sie den direkten Import von Webseiten nutzen, werden die Webseiten als Text und nicht als Webseite importiert. Das Layout kann sich beim Import stark verändern, weshalb die Variante des Imports mit dem Web Collector von MAXQDA deutlich vorzuziehen ist. Der direkte HTML-Import eignet sich vor allem für einfache strukturierte und gelayoutete Daten.

Welche Datenmengen lassen sich mit MAXQDA bearbeiten?

Wie die tabellarische Übersicht zeigt, gibt es per se sehr wenige technische Limits in MAXQDA. Zu beachten ist jedoch, dass mehrere tausend Dokumente, Codes und Codierungen in einem Projekt die Performance beeinflussen können.

An dieser Stelle sollen deshalb noch einige qualitative Antworten auf die Frage gegeben werden, wie viele Dokumente, Codes, Codings etc. Sie mit MAXQDA in einem Projekt bearbeiten können. Diese Frage lässt sich nur bedingt pauschal beantworten und muss im Einzelfall überprüft werden, da die Leistungsfähigkeit von MAXQDA natürlich auch von der verwendeten Hardware abhängig ist. Überhaupt stellt sich diese Frage eigentlich nur für sehr wenige Projekte, in denen sehr große Datenmengen analysiert werden sollen, und nicht für „Standard“-Projekte in der qualitativen oder Mixed-Methods-Forschung.

Folgende Faktoren beeinflussen die Performance von MAXQDA – teilweise in ihrem Zusammenspiel:

Anzahl der Dokumente in der „Liste der Dokumente“

In der Regel stellen mehrere Tausend Dokumente kein Problem für MAXQDA dar, sofern sie in mehreren Dokumentgruppen organisiert sind. Insofern lassen sich auch Antworten auf offene Fragen aus (Online-)Surveys mit 1.000 Fällen (=Dokumenten) mit MAXQDA gut auswerten.

Anzahl der Codes in der „Liste der Codes“

Auch hier gibt es kein technisches, wohl aber ein praktisches Limit für die tägliche Arbeit: Mehrere Tausend Codes können zwar verarbeitet werden, aber sicherlich ist es aus Forschungssicht nicht einfach, mehr als 2.500 Codes zu managen.

Anzahl der codierten Segmente (Codings) pro Dokument

Selbst 1.000 Codings und mehr in einem Dokument stellen selten ein Problem dar. Wenn aber zugleich die Länge des Textes sehr groß ist oder sich die Codierungen auf wenige PDF-Seiten oder Absätze verteilen, ist zu empfehlen, einzelne Codierstreifen auszublenden, um die Anzeigegeschwindigkeit zu erhöhen. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste in den grauen Bereich, in dem die Codierstreifen angezeigt werden, und wählen Sie z.B. aus, welche Farben visualisiert werden sollen.

Länge und Inhalt von Text-Dokumenten

Wenn ein einzelnes Text-Dokument sehr lang ist und z.B. mehr als 300 Seiten umfasst, kann es einen kurzen Moment dauern, bis das Dokument angezeigt wird. Enthält ein solches Dokument zudem auch noch sehr viele Codierungen (z.B. mehr als 500), kann dies im Einzelfall die Öffnungszeit zusätzlich verlängern.

Bei Text-Dokumenten, die sehr viele (z.B. mehr als 500) oder sehr große (z.B. 30 Megapixel-Fotos) Bilder enthalten, ist es unter Umständen empfehlenswert, das Dokument als PDF-Dokument zu importieren oder in mehrere Dokumente aufzuteilen. Auf diese Weise kann die Performance beim Öffnen, Editieren und Bearbeiten erhöht werden.

Größe von Tabellen-Dokumenten

Bei Dokumenten des Typs Tabelle ist die Zeit für das Öffnen des Dokuments abhängig von der Anzahl der Zeilen und dem Umfang der Zelleninhalte. Bei 1.000 Zeilen mit 20 Spalten kann es einige Sekunden dauern, bis sich das Dokument öffnet. Die Zeit für das Öffnen wird zusätzlich davon beeinflusst, wie viele Codierungen in der Tabelle vorhanden sind. Das Codieren und Editieren von Zellen in einem geöffneten Tabellen-Dokument mit 1.000 Zeilen und 20 Spalten lässt sich dann ohne Verzögerungen durchführen.

Anzahl zeitgleich analysierter Tweets

Das Starten der Twitteranalyse sowie die Darstellung der Tweets und ihre Filterung laufen auch noch bei 200.000 Tweets ausreichend schnell. Nur die Zusammenstellung der Worthäufigkeiten benötigt bei dieser Datenmenge ein bis zwei Minuten Rechenzeit.