Variablen hinzufügen und anpassen

Sie können sowohl in der „Liste der Dokumentvariablen“ als auch der „Liste der Codevariablen“ neue Variablen hinzufügen:

  • Hierzu öffnen Sie zunächst eine der Variablenlisten, indem Sie im MAX­QDA-Menüband den Eingtrag Variablen > Liste der Dokumentvariablen bzw. Codevariablen auswählen.
  • Klicken Sie dann auf das Symbol Neue Variable .
Neue Variable per Quickbutton einfügen

Es erscheint darauf das folgende Fenster:

Eine neue Variable definieren

In dieses Fenster können Sie nun der neuen Variablen einen Namen geben und den Variablentyp auswählen. Der Name kann Leerzeichen enthalten und bis zu 63 Zeichen umfassen. Fünf Typen von Variablen stehen zur Verfügung:

  • Text
  • Ganzzahl
  • Fließkommazahl
  • Datum/Uhrzeit
  • Boolean (wahr/falsch)

Bei der Definition von Ganzzahl- und Fließkomma-Variablen können Sie zusätzlich angeben, ob es sich um eine metrische Variable oder eine kategoriale Variable handelt. Die Variable Alter kann bspw. auf unterschiedliche Weise erfasst werden: Wenn Sie das Alter in Jahren erfasst haben und hier für die Befragten eingeben wollen, dann handelt es sich um eine metrische Variable, für die auch die Berechnung eines Mittelwertes sinnvoll sein kann. Wenn Sie das Alter hingegen in Form von Altersgruppen erfasst haben (1= unter 18 Jahre; 2= 18 bis 30 Jahre; 3= 31 bis 50 Jahre; 4= 51 Jahre und älter), so handelt es sich um eine kategoriale Variable, für die eine Mittelwertsberechnung nicht zulässig ist.

Schließlich können Sie bei der Definition von Variablen noch angeben, welcher Wert den fehlenden Wert repräsentiert. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie später auch statistische Berechnungen in MAXQDA durchführen möchten.

Hinweis: Dokumentvariablen werden global für das gesamte Projekt definiert, d.h. es ist nicht möglich, unterschiedliche Variablen für die unterschiedlichen Dokumentgruppen zu definieren.

Wegen der besseren Lesbarkeit der Variablenwerte in MAXQDA kann es oft praktischer sein, Text-Variablen anstelle von Zahlen-Variablen zu verwenden, denn es ist besser lesbar, wenn in einer Tabellenspalte mit der Variable „Familienstand“ der Wert „ledig“ erscheint, anstatt dass dort ein numerischer Code (etwa „2“) gelistet wird.

Die Anzahl der Dokumentvariablen ist prinzipiell nicht beschränkt, d.h. es können jederzeit Variablen aus der Liste entfernt oder an die Liste angefügt werden. Dies gilt für Dokumentvariablen wie auch für Codevariablen. Durch Anklicken der Schaltfläche Neue Variable wird jeweils ein neuer Definitionszyklus durchlaufen. Für den Fall, dass man sehr viele Variablen definieren möchte und ggf. die Werte für die Fälle bereits in einer tabellenartigen Struktur oder gar als SPSS-Datensatz vorliegen, kann es zeitsparend sein, die Datei zu importieren.

Tipp: Um Verwirrung zu vermeiden, sollte jeder Variablenname nur einmal vergeben werden, Statistikprogramme schreiben dies ohnehin vor und lassen keine Doubletten zu.

Variablen umbenennen und löschen

Variablen lassen sich problemlos umbenennen. Dazu müssen Sie lediglich in der „Liste der Dokumentvariablen“ bzw. der „Liste der Codevariablen“ auf die gewünschte Variable doppelklicken und einen neuen Namen eintippen.

Variable in der „Liste der Dokumentvariablen“

Eine Umbenennung von Variablen ist jederzeit möglich und tangiert die gespeicherten Werte der Variablen nicht.

Das Löschen von Variablen erreicht man ebenfalls in den Variablenlisten. Sie wählen die gewünschte Variable aus, klicken auf das Icon Variable löschen . Das Löschen bewirkt das Entfernen der gesamten Variablenspalte aus der Datentabelle, d.h. alle Variablenwerte werden gelöscht. Da es sich also um eine relativ folgenreiche Aktion handelt, verlangt MAX­QDA eine Bestätigung des Löschvorgangs.

Variablentyp ändern

MAX­QDA ermöglicht es, von bestimmten Variablen den Typ nachträglich zu ändern:

  • Dokumentvariablen, welche die Häufigkeit eines Codes widerspiegeln und daher in der Spalte „Quelle“ mit „Code“ gekennzeichnet sind, lassen sich mithilfe eines Klicks auf den Button Umwandeln in binäre Variable dichotomisieren. Die Variable gibt nach der Umwandlung nicht mehr an, wie häufig der Code im Dokument vorkommt, sondern nur ob der zugehörige Code in einem Dokument zugewiesen wurde oder nicht.
  • Vom Benutzer definierte Variablen des Typs „Ganzzahl“, „Fließkommazahl“, „Datum/Uhrzeit“ und „Boolean“ lassen sich mithilfe eines Klicks auf den Button Umwandeln in Text-Variable so verändern, dass der Inhalt als Text verwendet wird.