Korrelation

Korrelationsanalysen dienen der Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Variablen, insbesondere der Analyse von „Je mehr, desto mehr“ oder „Je mehr, desto weniger“ Beziehungen. MAXQDA Stats unterstützt die Berechnung von bivariaten Korrelationen, also die Korrelation zweier Variablen.

Um eine Korrelation in MAXQDA Stats zu berechnen, wählen Sie im Hauptmenü entweder

  • Korrelation > Pearson (häufig verwendet für intervallskalierte Variablen) oder
  • Korrelation > Spearman (häufig verwendet für ordinalskalierte Variablen)

Daraufhin erscheint folgender Dialog, in dem Sie alle Variablen auswählen können, für welche paarweise Korrelationen bestimmt werden sollen.

Hinweis: Es stehen immer alle Variablen des Typs Ganzzahl und Fließkomma zur Verfügung, unabhängig davon, welches Skalenniveau die einzelnen Variablen haben.
Dialog zur Auswahl der Variablen für die Berechnung von Korrelationen (hier: Pearsons r)

Variablen können auf mehrere Arten und Weisen ausgewählt werden:

  • Ziehen Sie eine Variable mit der Maus in den rechten Fensterbereich.
  • Wählen Sie eine oder bei gedrückter Strg- bzw. cmd-Taste mehrere Variablen durch Klicken mit der Maus aus und ziehen Sie die markierten Variablen mit der Maus nach rechts in den Bereich „Zeilen“ oder „Spalten“. Alternativ klicken Sie auf die blauen Pfeile.

Um die Codehäufigkeiten eines Codes als Variable einzubeziehen, schalten Sie auf den Tab „Codes“ um und wählen die gewünschten Codes aus. (Dies ist nur möglich, wenn MAXQDA Stats mit den Daten eines MAXQDA-Projekts gestartet wurde.)

Wählen Sie die Option Fälle listenweise ausschließen, um nur die Fälle zu berücksichtigen, die bei allen ausgewählten Variablen einen gültigen Wert besitzen.

Ergebnistabelle

Nach Klick auf OK erscheint eine Ergebnistabelle, welche die paarweisen Korrelationen enthält. Da alle ausgewählten Variablen sowohl in den Spalten als auch in den Zeilen aufgeführt sind, ist die Ausgabe symmetrisch an der Diagonalen, enthält also alle berechneten Korrelationen doppelt.

Ergebnistabelle mit den paarweisen Korrelationen (hier Pearsons r)

In jeder Zelle lassen sich drei Werte einblenden:

  • der berechnete Korrelationskoeffizient – je nach gewählter Funktion also Pearsons r oder Spear­mans Rho,
  • der p-Wert für die Signifikanz dieses Korrelationskoeffizienten sowie
  • die Anzahl gültiger Fälle für die jeweilige Kombination der beiden Variablen.

Im Bild oben ist beispielsweise die Korrelation zwischen den Variablen „General happiness“ und „Motivation at work“ grün hervorgehoben. Pearsons r beträgt hier 0,376, der p-Wert liegt bei 0,0023 (also unter einer Signifikanzschwelle von 1%) und die Anzahl gültiger Werte für diese Variablenkombination beträgt 55 Fälle.

Durch Klick auf die Symbole N und p in der Symbolleiste lassen sich in den Zellen die Anzahl der Werte und der p-Wert ein- und ausblenden.

Standardmäßig wird der 1-seitige p-Wert ausgegeben. Mithilfe der Listenauswahl in der Symbolleiste kann auf 2-seitige p-Werte umgeschaltet werden. Der p-Wert wird erst ab 5 Fällen bestimmt und beträgt bei niedrigeren Fallzahlen immer 1.

Hervorhebung hoher Korrelationskoeffizienten und signifikanter Korrelationen

In der Listenauswahl in der Symbolleiste können Sie einstellen, ob hohe Korrelationskoeffizienten oder signifikante Korrelationen hervorgehoben werden sollen.

Je höher der Korrelationskoeffizient, desto dunkler ist die Hervorhebungsfarbe:

  • größer als 0,1 hellgrün
  • größer als 0,3 grün
  • größer als 0,5 dunkelgrün

Je niedriger der p-Wert, desto dunkler ist die Hervorhebungsfarbe:

  • kleiner als 5% à hellgrün
  • kleiner als 1% à grün
  • kleiner als 0,1% à dunkelgrün

Übersicht über die Funktionen der Symbolleisten

Die obere Symbolleiste erlaubt den Zugriff auf weitere Funktionen:

Tabellenansicht/Diagrammansicht – schaltet zwischen Ergebnistabelle und den Streudiagrammen um.

 Aktualisieren – ruft erneut den Dialog zum Erstellen der Korrelationstabelle auf.

In Ausgabeviewer einfügen – fügt die aktuell angezeigte Tabelle in den Ausgabeviewer ein.

In QTT Arbeitsblatt einfügen – fügt die aktuelle Ansicht in ein neues oder ein vorhandenes QTT-Arbeitsblatt ein.

Kopieren – kopiert die angezeigte Tabelle oder die Markierung in der Tabelle in die Zwischenablage, um diese zum Beispiel direkt in Word einzufügen.

Drucken – zeigt eine Druckvorschau und druckt die Tabelle.

Exportieren – exportiert die Tabelle als Datei in den Formaten Excel, Webseite (HTML), oder Rich-Text-Format für Word und andere Textverarbeitungsprogramme.

Änderungen rückgängig – schrittweises Zurücksetzen der Änderungen an einer Tabelle (Löschen von Zeilen, Zusammenfassen von Zeilen und Zeilen verschieben).

Änderungen wiederherstellen – schrittweises Wiederherstellen nachdem eine Änderung an einer Tabelle rückgängig gemacht wurde.

Tabelle sortieren und Spalten anpassen

Die Tabelle lässt sich sortieren durch Klick auf die Spaltenüberschriften: Beim ersten Klick wird aufsteigend und beim zweiten absteigend sortiert. Ein weiterer Klick stellt die Ursprungssortierung wieder her.

Tipp: Sie können auch einzelne Ergebniszeilen verschieben. Klicken sie hierzu eine Zeile an und verschieben Sie die Zeile bei gedrückter Maustaste nach oben oder unten. Das Verschieben funktioniert auch für mehrere gleichzeitig markierte Zeilen.

Auch die Spalten selbst lassen sich in ihrer Breite mit der Maus verändern und ihre Position kann durch Klick auf die Spaltenüberschrift und Ziehen mit der Maus verändert werden.

Zeilen löschen

Die Ergebnistabelle ist interaktiv und es lassen sich einzelne oder mehrere Zeilen aus der Tabelle entfernen, beispielsweise um die Auswertung auf einzelne Variablenwerte zu beschränken: Klicken sie mit der rechten Maustaste auf eine Zeile und wählen Sie Löschen. Sie können bei gedrückter Strg- bzw. cmd-Taste auch mehrere Zeilen auswählen.

Das Löschen einer Spalte oder Zeile bei einer Korrelationstabelle bezieht sich nur auf die Ansicht. Es wird keine Neuberechnung der Zahlen durchgeführt, auch wenn sich aufgrund der Option Fälle listenweise ausschließen die Anzahl der zu berücksichtigenden Werte verändern würde.

Tipp: Eine Spalte lässt sich aus einer Tabelle ausblenden, indem Sie den Spaltentitel mit der rechten Maustaste anklicken und Spalte Ausblenden wählen. Beim Wiederaufruf der Funktion Häufigkeiten wird die Spalte automatisch wieder eingeblendet.

Ergebnistabelle in Ausgabeviewer transferieren

Nachdem Sie die Tabelle entsprechend Ihrer Bedarfe angepasst und fertiggestellt haben, kann diese in den Ausgabeviewer transferiert werden, um von dort später gesammelt mit anderen Tabellen und Diagrammen exportiert zu werden:

  • Klicken Sie auf das Symbol In Ausgabeviewer einfügen  , um die aktuell angezeigte Tabelle in den Ausgabeviewer zu transferieren.
Tipp: Beim Transfer bleiben die von Ihnen ggf. angepassten Spaltenbreiten der Tabelle erhalten.
Ergebnistabelle für Korrelationen im Ausgabeviewer

Ergebnistabelle in ein QTT-Arbeitsblatt einfügen

Im Fenster Questions – Themes – Theories von MAXQDA können Sie alle wichtigen Ergebnisse Ihres Projekts sammeln und kommentieren. Klicken Sie in der Ergebnistabelle oben rechts auf das Symbol In QTT Arbeitsblatt einfügen, um die aktuelle Ansicht in einem neuen oder vorhandenen Arbeitsblatt zu speichern.

Sobald Sie MAXQDA Stats schließen, können Sie auf alle Ihre QTT-Arbeitsblätter über Analyse > Questions – Themes – Theories zugreifen.

Ergebnistabelle exportieren und drucken

Mithilfe der oben rechts angezeigten Symbole stehen Ihnen mehrere Möglichkeiten für den Export und das Drucken der aktuell sichtbaren Ergebnistabelle zur Verfügung:

Kopieren – kopiert die gesamte Tabelle bzw. die aktuelle Markierung in der Tabelle in die Zwischenablage, um diese zum Beispiel direkt in Word einzufügen.

Drucken – startet den Druckprozess und zeigt eine Druckvorschau, in der Sie Einstellungen wie Seitenrand, Orientierung, Kopf- und Fußzeile vornehmen können.

Exportieren – exportiert die Tabelle als Datei in den Formaten Excel, Webseite (HTML) oder Rich-Text-Format für Word und andere Textverarbeitungsprogramme.

Streudiagramme anzeigen

Klicken Sie in der Ergebnistabelle auf das Symbol  Diagrammansicht, um für alle paarweisen Variablenkombinationen ein Streudiagramm anzuzeigen.

Streudiagramm für zwei Variablen

Mithilfe der beiden Auswahllisten in der oberen Symbolleiste können Sie die Variable für die X-Achse und die Y-Achse festlegen. Die Auswahllisten enthalten alle Variablen, welche für die Berechnung der Korrelationen ausgewählt wurden.

Variablen festlegen für die X-Achse und die Y-Achse

Eine Anpassung des Aussehens des Diagramms ist nicht möglich. Die Größe des Diagramms passt sich automatisch an die Fenstergröße an. Vergrößern Sie das Fenster, um ein größeres Diagramm zu erhalten.

Die erstellten Streudiagramme können in den Ausgabeviewer transferiert und für einen späteren Export aufbewahrt werden. Klicken Sie hierzu auf die Symbole

Diagramm in Ausgabeviewer einfügen, um nur die aktuelle Ansicht zu transferieren oder

Alle Diagramme in Ausgabeviewer einfügen, um die Streudiagramme aller Variablen­kombinationen auf einmal einzufügen.

Hinweis: Das Diagramm wird in der Größe in den Ausgabeviewer eingefügt wie es angezeigt wird, allerdings nicht breiter als 650 Pixel.

Um ein Diagramm direkt zu exportieren oder zu drucken, stehen Ihnen am rechten oberen Fensterrand die üblichen Symbole zur Verfügung:

Kopieren in die Zwischenablage, Drucken und Exportieren.

Interaktivität im Streudiagramm

Die dargestellten Punkte im Streudiagramm sind interaktiv mit den Daten verbunden, was insbesondere für Mixed-Methods-Analysen hilfreich ist:

Halten Sie die Maus auf einen Punkt, um bei der Analyse der Daten aus MAXQDA-Projekten die zugehörigen Dokumentnamen zu sehen. Dahinter stehen die Werte, die zu diesem Punkt gehören, also die Koordinaten in der Darstellung:

Dokumentname und Koordinaten erscheinen am Mauszeiger bei einem Datenpunkt

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen Punkt, um folgendes Kontextmenü zu öffnen:

Kontextmenü für einen Datenpunkt

Im Kontextmenü stehen drei Funktionen zur Verfügung:

  • Löschen – der ausgewählte Punkt wird aus dem Streudiagramm entfernt.
  • Als Dokumentset speichern – es wird ein Dokumentset mit dem ausgewählten Punkt gespeichert, das beim Beenden von MAXQDA Stats in die „Liste der Dokumente“ des MAXQDA Projekts übertragen wird (die Funktion ist nur sichtbar, wenn Sie mit den Daten eines MAXQDA Projekts in Stats arbeiten).
    Weitere Informationen zum Prinzip der Funktion Als Dokumentset speichern finden Sie im Kapitel Variablen und Codes eines MAXQDA-Projekts analysieren.
  • Fälle im Dateneditor filtern – es wird eine neue Variable „StatsFilter“ angelegt und der Filter im Dateneditor für diese Variable eingeschaltet, sodass nur die Werte dieses Falles im Dateneditor sichtbar sind.
    Weitere Informationen zur Filterfunktion im Dateneditor finden Sie im Kapitel Der Dateneditor.
Gefilterte Fälle im Dateneditor
Tipp: Um mehrere Punkte auf einmal auszuwählen, klicken Sie diese bei gedrückter Strg- bzw. cmd-Taste an. Sie können mit der Maus auch einen Bereich aufziehen, um alle Datenpunkte in diesem Bereich zu selektieren.

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