Welche Unterstützung bietet MAXQDA für die Fokusgruppenanalyse?

Die Durchführung von Fokusgruppen und Gruppeninterviews nimmt einen hohen Stellenwert in der Sozial- und Marktforschung ein. Fokusgruppen bieten ein hohes Potenzial an unterschiedlichen Analysen, weshalb in MAXQDA zahlreiche spezielle Funktionen zur Verfügung stehen, die Ihnen eine einfache und vor allem effektive Analyse von Fokusgruppendaten ermöglichen (neben den ganzen Standard-Analysetools, die Sie auch für die Analyse von Fokusgruppen verwenden können). Der Einfachheit halber verwenden wir in MAXQDA – und auch in diesem Handbuch – meist nur den Begriff „Fokusgruppen“, wenngleich die Funktionen alle auch für die Analyse von Gruppeninterviews geeignet sind.

Wichtig: Für die Nutzung der in diesem Kapitel beschriebenen Analysefunktionen ist es notwendig, dass Ihre Transkripte als Fokusgruppentranskripte in das MAXQDA-Projekt importiert wurden, sodass beim Einlesen die Sprechbeiträge der Teilnehmenden automatisch codiert wurden. Wie der Import genau abläuft und wie Sie bereits importierte oder in MAXQDA erstellte Transkripte nachträglich in ein Fokusgruppentranskript umwandeln können, ist in diesem Abschnitt beschrieben.

In diesem Kapitel stellen wir Ihnen die folgenden Funktionen vor:

  • Das Durchsuchen von Beiträgen ausgewählter Sprecher*innen.
  • Die „Übersicht Fokusgruppen-Sprecher“, um Fragen der folgenden Art zu beantworten: Wer hat wie häufig gesprochen? Wie umfangreich in Worten bzw. Zeichen sind die Beiträge der einzelnen Sprecher*innen?
  • Einzelne Teilnehmende lassen sich direkt in der „Liste der Dokumente“ aktivieren, sodass man leicht die Aussagen einzelner Personen zu ausgewählten Themen zusammenstellen kann. Hintergrundinformationen zu den Sprecher*innen, wie z.B. Alter und Berufserfahrung, lassen sich in Variablen für die Fokusgruppenteilnehmenden speichern und für die gezielte und vergleichende Analyse von Gruppen verwenden.
  • Mithilfe des Code-Matrix-Browsers und der Kreuztabelle für Fokusgruppen entstehen Visualisierungen des Typs „Themen x Sprecher*innen“, mit der sich Teilnehmende und Gruppen von Teilnehmenden hinsichtlich der Verteilung von Codierungen – also zum Beispiel unterschiedlichen Themen, Argumenten, Positionen und Sichtweisen – vergleichen lassen.