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Textstellen mehreren Codes zuweisen - Konsistentes Codieren

Textstellen mehreren Codes zuweisen - Konsistentes Codieren

15 Dez 2019, 17:56

Hi,

ich habe nun mal eine stärker inhaltliche Frage. Ich bitte hierbei auch um Erfahrungen, falls ihr etwaige habt :)

Zunächst mal muss ich sagen, dass ich schon zweimal mit MAXQDA im Rahmen meines Studiums gearbeitet habe.

Nun führe ich für meine Master-Arbeit zum ersten Mal eine Medienanalyse durch. Bei der 1,0 habe ich Reden im US-Kongress analysiert, bei der Bachelor-Arbeit habe ich mehrere verschiedene Verfassungen codiert.

Jedenfalls habe ich in Erinnerung, dass mir das Arbeiten mit MAXQDA in diesen beiden Fällen deutlich leichter gefallen ist als jetzt. Vor allem was die Konsistenz betrifft und die Zuordnungen zu Kategorien. Ich vermute, dass mein Kategoriensystem derzeit noch nicht gut genug ist bzw. einfach zu redundant. Ich habe schon in einer ersten Runde bzw. nach einem ersten Pre-Test Kategorien zusammengefügt. Ich fürchte aber, dass ich das nochmal werde tun müssen und mir zudem viele Codings nochmal detaillierter ansehen muss.

Das größte Problem ist, dass bei einer solchen Medienanalyse oft Artikel auftauchen, die entweder den identischen oder nahezu identischen Inhalt haben. Und selbst wenn sie keinen identischen Inhalt haben, haben die Artikel oft sehr ähnliche Inhalte und Argumente.

Auf den ersten Blick sollte man ja jetzt meinen, dass das gut wäre. Ja. Durchaus. Aber bei meinem jetzigen Kategoriensystem muss ich oft ein und dieselbe Textstelle 5, 6, 7, 8 verschiedenen Kategorien zuordnen. Das führt dazu, dass ich den Eindruck habe, dass die Konsistenz total verloren geht, weil MAXQDA einfach aus meiner Sicht keine gute Funktion bietet, mit der man irgendwie "multicodieren" kann. Da gibt es nur verschiedene, sehr umständliche manuelle Wege. Damit bin ich bisher noch sehr unzufrieden.

Der Vorteil meiner bisherigen Analysen in MAXQDA war, dass das Untersuchungsmaterial ganz anders war. Viel klarer und unterschiedlicher als Zeitungsartikel. Deshalb war allein aufgrund des Materials, völlig unabhängig vom Kategoriensystem, schon ein viel konsistenteres Codieren möglich.

Naja, wie auch immer, ich wollte mal fragen, ob ihr irgendwelche Erfahrungen und Tipps in dieser Hinsicht habt? Wie geht ihr mit dem Mehrfach-Codieren der gleichen Textstellen um? Wie mit Dopplungen/ähnlichen Artikeln/ähnlichen Argumenten? Was macht ihr während des Codierprozesses, um die Konsistenz sicherzustellen? Wie wertet ihr das ganze aus? Mit welchen "Tricks" kann man bei der Auswertung arbeiten? (Tricks nicht im Sinne von Manipulation der Daten, sondern im Sinne von mehr Konsistenz reinbringen/fehlende Konsistenz ausbügeln).

Vielen Dank! :)

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the_true_henry
 
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Re: Textstellen mehreren Codes zuweisen - Konsistentes Codie

15 Dez 2019, 19:57

Zum Punkt der Multicodierung:

Wenn bei den Codiereinheiten immer wieder typische Codierungsmuster auftreten, können diese Codekonfigurationen in "Codesets" zusammengefasst werden werden. Die Codes in einem Codeset lassen sich alle zusammen mit einem Mausklick aktivieren und gleichzeitig der Codiereinheit (dem selektierten Text) mit dem Kontextmenue "Mit aktivierten Codes" zuweisen.
Astelix
 
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Re: Textstellen mehreren Codes zuweisen - Konsistentes Codie

16 Dez 2019, 11:38

Hallo, mit welcher genauen Methode führst du denn deine Medienanalyse durch? Wie du codierst, ist auch eine methodenspezifische Frage. Wenn du mit der qualitativen Inhaltsanalyse auswerten solltest, welche genaue Form nutzt du dann?

LG Andre
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Re: Textstellen mehreren Codes zuweisen - Konsistentes Codie

16 Dez 2019, 14:30



Zum Punkt der Multicodierung:

Wenn bei den Codiereinheiten immer wieder typische Codierungsmuster auftreten, können diese Codekonfigurationen in "Codesets" zusammengefasst werden werden. Die Codes in einem Codeset lassen sich alle zusammen mit einem Mausklick aktivieren und gleichzeitig der Codiereinheit (dem selektierten Text) mit dem Kontextmenue "Mit aktivierten Codes" zuweisen.



Danke, das muss ich mal ausprobieren!
the_true_henry
 
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Re: Textstellen mehreren Codes zuweisen - Konsistentes Codie

16 Dez 2019, 14:42



Hallo, mit welcher genauen Methode führst du denn deine Medienanalyse durch? Wie du codierst, ist auch eine methodenspezifische Frage. Wenn du mit der qualitativen Inhaltsanalyse auswerten solltest, welche genaue Form nutzt du dann?

LG Andre



Hi Andre, vielen Dank.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstehe?

Primär verfolge ich einen quantitativen Ansatz. Ich codiere insgesamt 321 Zeitungsartikel aus drei verschiedenen Fallgruppen und vergleiche am Ende die Codierungen der drei Fallgruppen miteinander, wobei ich die Daten mit SPSS und einer Linearen Regression weiterverarbeiten möchte.

Natürlich beziehe ich aber auch qualitative Elemente mit ein. Ich werde im Verlaufe der Arbeit viele qualitative Beispiele anführen, die dabei helfen werden, die quantitativen Daten zu interpretieren.

Was meine mögliche Inkonsistenz und die Schwierigkeiten beim Codieren betrifft:

Ich denke, das größte Problem ist, dass ich für jede Kategorie zwei Akteure habe, denen ich jeweils Neutrale, Positive oder Negative Aussagen zuordne. Das führt dann aber dazu, dass ich oft Textstellen habe die sowohl neutral gegen beide Akteure sind, gleichzeitig dann aber vllt. auch negativ gegen einen der beiden Akteure.

Außerdem habe ich dann noch andere Kategorien, wie beispielsweise Pressemitteilungen oder "Initiator".

Beispiel:

Fallgruppe: Bedingungen und Auflagen, Fusion zwischen Lufthansa und Air Berlin (wozu z. B. Niki gehört)

Kategorie A - Prüfungsvorgang

Textstelle:

Niki hatte in der vergangenen Woche Insolvenz angemeldet
und den Flugbetrieb eingestellt, nachdem
der Übernahmeplan der Deutschen Lufthansa geplatzt war. Der Konzern hatte
nach Bedenken der EU-Kommission seine Offerte zurückgezogen.


Codierungen:

1, Subkategorie "Neutral gegenüber Unternehmen"

Weil: Neutrale Information, dass Lufthansa seine Offerte zurückgezogen hat.

2. Subkategorie "Neutral gegenüber Kommission"

Weil: Neutrale Beschreibung, dass die EU-Kommission Bedenken hatte bzw. eine neutrale Erwähnung der Kommission

3. Subkategorie "Negativ gegenüber Unternehmen"

Weil: Die Kommission hatte Bedenken gegenüber der Offerte der Lufthansa

---

Jetzt habe ich also schon eine relativ kurze Textstelle, die gleich mit drei verschiedenen Codes versehen wurde. Immerhin gehören in dem Fall alle zum gleichen Obercode.

Aber es gibt dann auch oft genug Textstellen, in denen dann z. B. ein Experte aus der Flugbranche der Feststellung der Kommission recht gibt. Dann müsste ich zusätzlich noch codieren unter der Kategorie E - Initiator - Subkategorie E22 - Experten - 4. "Negativ gegenüber Unternehmen" und 5. "Positiv gegenüber Kommission". Wenn an der gleichen Stelle dann noch ein kurzer Hinweis darauf ist, dass die Kommission ihre Bedenken in einer Pressemitteilung bekanntgegeben hat, würde ich zusätzlich für immer noch die gleiche Textstelle auch noch 6. Kategorie F - Presseaktivität Kommission - F1 - Pressemitteilung und 6. "Negativ gegenüber Unternehmen" codieren.

Ich habe durch die Wertungen also ein sehr komplexes Kategoriensystem und auch durch mein Erkenntnisinteresse, das ich in der Arbeit verfolge. Im Grunde genommen geht es darum, dass ich herausfinden möchte, wer wen wie stark über Pressemitteilungen und Medienberichterstattung beeinflusst.

Jedenfalls führt das dazu, dass man da leicht was übersehen kann und leicht in inkonsistentes Codieren abdriften kann.
the_true_henry
 
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Re: Textstellen mehreren Codes zuweisen - Konsistentes Codie

16 Dez 2019, 18:10

Ich habe nochmal eine andere inhaltliche Frage.

Ich habe mich bisher sehr sehr ausgiebig mit der Fallauswahl beschäftigt. Ich habe versucht, möglichst ähnliche Zeitungsartikel auszusuchen, damit die Vergleichbarkeit zwischen meinen drei Fallgruppen gegeben ist. Meine Hoffnung war, dass man das am Ende auch bei der Zahl der Codierungen sehen wird. Die Logik: Wenn für alle drei Fallgruppen ungefähr die gleiche Anzahl an Codierungen vorliegt, dann lässt sich sagen, dass die Fallauswahl gut war, weil die Artikelauswahl für alle Fallgruppen ähnlich ist. Sprich, hinsichtlich der Länge, der Nennungen meiner Akteure etc.

Nun kristallisiert sich aber heraus, dass dies nicht zutreffen wird.

Ich habe die "Fallgruppe 1 Annahmen" (vorläufig) fertig codiert. Ergebnis: ca. 1.000 Codierungen.

In der "Fallgruppe 2 Bedingungen und Auflagen" fehlen mir noch einige Artikel, ich habe aber hier jetzt schon über 1.300 Codierungen.

Eine Vermutung ist, dass das durchaus an inkonsistentem Codieren liegen könnte. Konkret glaube ich, dass ich bei der Fallgruppe 2 viel häufiger zusätzlich "Neutral gegenüber Kommission" codiert habe, während ich das bei Fallgruppe 1 häufiger weggelassen habe.

Abgesehen davon, dass ich später, wenn ich mit allen drei Fallgruppen fertig bin, die Codierungen nochmal überprüfen werde und versuche, Inkonsistenz-Fehler auszubügeln - habt ihr, trotz Lücken in den Kenntnissen über mein Projekt, irgendwie eine Idee, wie man so etwas am Ende begründen könnte? Eine Begründung, mit der sich die Mehrcodierungen in den anderen beiden Fallgruppen stichhaltig erklären lässt, ohne dass die Auswahl der Zeitungsartikel negativ dasteht?

Ich hoffe, ihr könnt mir einigermaßen folgen. :mrgreen:

Vielen Dank :)

PS:

Mir fällt gerade eine mögliche Lösung ein, die aber auch wieder an eine Frage zu einer Funktion geknüpft ist. Und zwar könnte ich die Zahl der Textstellen vergleichen, anstatt die Zahl der Codierungen.

Die Frage ist nur: Gibt es eine solche Funktion?

Ich habe sie bisher noch nicht entdeckt. Das einzige, was ich zusätzlich zur Zahl der Codierungen finde ("Zahl der codierten Segmente") sind die Zahl der Dokumente und die Zahl der Dokumentgruppen.

Wenn es aber eine Funktion gäbe, mit der es z. B. so aussehen würde:

1.000 Codierungen vs. 1.400 Codierungen vs. 1.400 Codierungen

von

800 Textstellen vs. 850 Textstellen vs. 750 Textstellen

Wäre das Problem gelöst. Dann würde sich ja aus der Anzahl der Textstellen ergeben, dass die Artikel im Hinblick auf Ähnlichkeit gut ausgewählt waren.

Wisst ihr, was ich mit Textstellen meine?

-> Wenn ich eine Textstelle habe und ihr 8 Codes zuordne, habe ich unterm Stricht 8 Codierungen/"Codierte Segmente" mehr, aber eben nur eine Textstelle, die tatsächlich codiert wurde.
the_true_henry
 
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Re: Textstellen mehreren Codes zuweisen - Konsistentes Codie

16 Dez 2019, 18:38

Grundsätzlich gilt ja, dass du einem Textsegment (Coding-Unit) umso weniger Codes zuweisen kannst/musst, je kürzer es ist.

"Segmenting your material means dividing it into units such that each segment/unit fits into one category of the coding frame."
(Schreier, Margrit. Qualitative Content Analysis in Practice (S.127). SAGE Publications. Kindle-Version. Zum Zusammenhang von Codesystem und Coding-Units vgl. Margrit Schreier, 2012, Kapitel 7; Klaus Krippendorf, 2004, Kapitel 5; Udo Kuckartz, 2018, Kapitel 2.5.1)

Wenn du also einzelne Sätze oder Satzteile codieren würdest, dann würde es vielleicht reichen, nur noch einen Code zuzuweisen. Damit wärst Du mit deinen Kategorien bei einer Aussagenanalyse.

Nach meiner beschränkten Erfahrung ist MAXQDA nicht unbedingt das ideale Programm für eine so kleinteilige Analyse. Du wirst also vermutlich mit den komplexen Codierungen leben müssen.

Das muss aber kein Nachteil sein: Meistens will man ja wissen, welche Merkmale in welchen Mustern zusammen auftreten. Dazu braucht man Coding-Units, die auf mehreren Dimensionen codiert sind. MAXQDA stellt für die Untersuchung solcher Zsammenhänge z.B. den Code-Relations-Browser, die Analyse der komplexen Codekonfiguration und Codemaps bereit. In SPSS wären es Verfahren wie Kontingenz- und Mult-Response-Tabellen, Korrespondenzanalysen, Multidimensionale Skalierung, Faktoren- und Clusteranalysen.

Entscheidend ist nur: Man sollte schon am Anfang wissen, welche Verfahren man am Ende nutzen will. Dann kann man sein MAXQDA-Projekt so aufbauen, das man im Voraus genau sieht, mit welchen Schritten man vom Projekt zu einer Auswertungsdatenmatrix gelangt, mit der man das angestrebte Verfahren tatsächlich nutzen kann.
Astelix
 
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Re: Textstellen mehreren Codes zuweisen - Konsistentes Codie

23 Dez 2019, 16:18

Hi,

vielen Dank nochmal für die Antworten und Tipps!

Ich habe nun nochmal direkt den Kundensupport von MAXQDA kontaktiert und hier eine sehr hilfreiche Antwort bekommen. Bzw. eigentlich zwei hilfreiche Antworten:

1. Die Möglichkeit, von vornherein eine Kategorie namens "Analyseeinheit" erstellen und einfach JEDE Textstelle genau EINMAL damit codieren. Dann hat man natürlich am Ende über diese Kategorie ein wunderbares deskriptives Maß darüber, wie viele Textstelle tatsächlich codiert wurden. Da ich im Codierprozess aber schon sehr weit fortgeschritten bin bzw. nun eigentlich fertig, ist das für mich natürlich leider keine Option mehr.
2. Viel hilfreicher und sinnvoller ist aber vielleicht der zweite Tipp, den mir der Suppot da gegeben hat. Und zwar gibt es unter dem Tab "Analyse" die Funktion "Codeabdeckung". Mit dieser super Funktion kann man sich quasi ausgeben lassen, wie viel Prozent der Dokumente mit einem Code abgedeckt/codiert wurden. Zwar ermöglicht das auch noch keine direkte Aussage über die Textstellen - denn Textstellen können ja kürzer oder länger sein. Wenn ich eine sehr lange Textstelle habe, deckt die im Zweifel mehr Fläche/Inhalt des Dokuments ab, als wenn ich etwa zehn ganz kurze Textstellen codiere. Aber trotzdem ist das natürlich ein super hilfreiches Maß, weil es einfach zeigt, wie groß der Anteil der relevanten Textstellen in einem Dokument ist.

Das hat mir jetzt schon mal super Erkenntnisse eingebracht.

So ist es etwa so, dass ich bei Fallgruppe A nur ca. 1.000 Codierungen habe, bei Fallgruppe B aber 3.000. Auf den ersten Blick wirkt es also so, als hätte ich vielleicht inkonsistent codiert, den Textstellen bei Fallgruppe B einfach viel mehr Codes auf einmal zugeordnet als denen bei Fallgruppe A. Wenn ich allerdings die Codeabdeckungen ausgeben lasse, stellt sich heraus: Fallgruppe A = 10% der Dokumente wurden mit Codes versehen, Fallgruppe B = 29% der Dokumente wurden mit Codes versehen.

Nun spricht das zwar einerseits nicht für eine gute Vergleichbarkeit der beiden Fallgruppen, weil offenbar die Texte aus Fallgruppe B insgesamt viel mehr relevanten Inhalt aufweisen als die aus Fallgruppe A. Andererseits zeigt das aber auch, dass der große Unterschied in der Zahl der Codierungen nicht an inkonsistentem Codieren liegen kann. Anders gesagt: Ich habe offenbar nicht deshalb 2.000 Codierungen mehr in Fallgruppe B als in Fallgruppe A weil ich inkonsistent codiert habe, sondern weil es in Fallgruppe B schlichtweg viel mehr Relevantes zu codieren gab.

Natürlich muss ich mir nun überlegen, wie ich in meiner Arbeit dann das Thema Vergleichbarkeit angehe. Aber einerseits ist ja auch das schon eine Erkenntnis und macht die Fallgruppen vergleichbar. Man kann am Ende einfach sagen, dass Fallgruppe B die viel relevanteren und brisanteren Fälle enthält als Fallgruppe A.

Andererseits ist es so, dass ich schon bei der Artikelsuche und -auswahl feststellen musste, dass man zu den Fallgruppen B und C viel viel mehr Zeitungsartikel findet als zu Fallgruppe A. Mit den 107 Artikeln aus Fallgruppe A habe ich quasi eine Vollerhebung gemacht und das Maximum an verfügbaren Artikeln in die Analyse einbezogen, während ich bei den Fallgruppen B und C jeweils aus einem Pool aus mehreren hundert Artikeln auswählen konnte.

Nun ist es so, dass ich bei der Auswahl der Artikel zwar versucht habe darauf zu achten, dass ich für die Fallgruppen B und C vom Umfang her möglichst ähnliche Artikel auswähle wie in Fallgruppe A, damit die Artikel vergleichbar sind. Was ich etwa an bestimmten Worthäufigkeiten und der Artikellänge festgemacht habe. Aber offenbar gibt es in den Fallgruppen B und C dann noch viel mehr implizite Relevanzen bzw. sind die Artikel im Gesamtkontext viel relevanter als die aus Fallgruppe A.

Naja, wie genau ich das Thema Vergleichbarkeit dann in der Arbeit angehe, muss ich mir also noch überlegen. Falls ihr Ideen, Hinweise dazu habt, gerne her damit! :)

Aber insgesamt denke ich, dass ich aufgrund der Fallauswahl der Artikel vielleicht gar keine größere Vergleichbarkeit hätte herstellen können. Vermutlich wären alle anderen Artikel aus den Fallgruppen B und C ganz ähnlich codiert wurden wie die, die tatsächlich ausgewählt wurden.
the_true_henry
 
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